22Apr

Novum Castellum Open 2012

Parcoursaufbau

Alle anwesend, nur die Presidentessa und Yanick nicht? Das konnte doch nur bedeuten, dass Yanick einmal mehr (jaaaa..., zugegeben, tatsächlich passiert ist es nur einmal) verschlafen hat. Von Weitem sahen wir die Alfetta anrauschen; kaum gestoppt, hechtete Yanick aus der Macchina und begann sogleich, sich zu verteidigen. Nach einigen Wortgefechten gab die Presidentessa schliesslich kleinlaut zu, dass sie für die Verspätung verantwortlich sei. Unter fachkundiger Anleitung von Doritsche und Diskussionen, ob die weissen Dinger mit Schnur nun Teilers, Plämpel, Nubsi oder Chügeli genannt werden, wurde das Zelt in Rekordzeit aufgestellt. Die darauf folgende Husröiki nahmen wir - wie könnte es auch anders sein - wörtlich. Nun wurden Teetafeln und -klötze gesetzt, OB-Linien gezogen, Informationstafeln an Bäume getackert und die nötigen Absperrungen angebracht. Kaum war der Parcours spielbereit, begaben wir uns in die Beiz. Während Schrime in den Genuss eines Sprachunterrichts kam (immerhin weiss er jetzt, dass er für einen waschechten Oberländerdialekt einfach die Wortendungen auf "u" in "el" abändern muss), entging Jan nach vorausgegangener Provokationen nur knapp einer Attacke unserer Presidentessa (und dies auch nur, weil Zitat "i ke anhyzer cha").

Das Turnier

52 Discgolferinnen und Discgolfer fanden auch in diesem Jahr den Weg nach Neuenburg, darunter wiederum einige Spieler aus Frankreich, was uns speziell freute. Wohl leicht geblendet vom - wider Erwarten - verhältnismässig guten Wetter, begab sich die französisch-schweizerische Discgolfszene auf die 1. Runde. Bereits nach den ersten gespielten Löchern war klar, dass der Wind heute das Seinige zu den Resultaten beitragen würde. Bei den am Parcoursaufbau beteiligt gewesenen DiscPeople kamen die Müdigkeit sowie die sich in den Knochen eingebrannte Kälte des Vortages erschwerend hinzu, weshalb keiner von uns restlos zu überzeugen vermochte (natürlich nur in spielerischer Hinsicht, ansonsten sind wir ja vorbehaltslos die Besten ;-) - die bernische Bescheidenheit lässt grüssen). Während der Mittagspause verstärkte sich der Wind, weshalb sich Winu anschickte, die Zeltverankerungen zu verstärken und zusätzliche Spannsets anzubringen, wollten wir doch nicht Gefahr laufen, nach der 2. Runde ohne Zelt dazustehen. Am frühen Nachmittag ging es auf zu Runde 2, die mit orkanartigen Böen aufwartete, was das Spiel zu einer Lotterie werden liess. Glücklicherweise - oder auch nicht - löste der Regen den Wind erst kurz vor Schluss ab, so dass wir mit trockenen Füssen ins Zelt zurückkehrten. Dort angekommen, stellten wir zwar freudig fest, dass das Zelt dank den Verankerungskünsten von Winu noch immer stand, mussten aber gleichzeitig hinnehmen, dass die stürmischen Böen Spuren, besser gesagt Risse hinterlassen haben. Deswegen liessen wir uns aber die Laune nicht verderben und gingen sogleich ins mittlerweile schon fast traditionelle Apéro in der Pinte de Pierre-à-Bot über, das sich immer grösserer Beliebtheit erfreut.

Der zweite Turniertag erwartete uns mit sintflutartigem Regen, so dass die meisten Discgolferinnen und Discgolfer Schutz im Zelt suchten. Während des kurzen Playermeetings zeigte sich Petrus von der milden Seite und die Hoffnung auf eine regenschirmfreie 3. Runde keimte auf. Wie man sich doch täuschen kann: Pünktlich zum Startpfiff entleerte sich der Himmel über Neuenburg. Mit der voranschreitenden Zeit liess der Regen glücklicherweise nach und bald konnten wir uns doch noch über ein paar Sonnenstrahlen freuen. Als nach der Mittagspause die Finals gespielt wurden, machten sich bereits einige DiscPeople auf zum Parcoursabbau. Die Abbauer schufteten aber nicht nur körperlich, sondern leisteten auch gedanklich Schwerstarbeit, indem sie an die spielenden DiscPeople dachten und ihnen die Daumen drückten, was sicherlich auch dazu beitrug, dass der DiscPeople Club insgesamt 5 Podestplätze für sich verbuchen konnte. Wir gratulieren Franco (Rang 1, Kategorie Senior Grandmaster), Irene Kanu (Rang 3, Kategorie Women), Pesche (Rang 3, Kategorie Senior Grandmaster), Schrime (Rang 3, Kategorie Open) sowie Winu (Rang 2, Kategorie Grandmaster). Nach erfolgter Preisverleihung und Verabschiedung der Spielerinnen und Spieler packten dann alle an - auch die Passivmitglieder Schardy, Karin, Birki, Markus, Turi, Edith, Stöffu und Javier - so dass der ganze Abbau in Rekordzeit vor sich ging. Bereits kurz vor 16.00 Uhr verliessen wir voller Vorfreude auf den gemütlichen Turnierabschluss im Park-Café Strandboden, bei unseren Passivmitgliedern Yvette und Paul Balmer den Park Pierre-à-Bot. Bei einem feinen Fondue Chinoise schmiedeten wir bereits wieder Pläne für die Zukunft ;-).

Für die grosszügigen finanzielle Unterstützung bedanken wir uns herzlich bei:

 

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